Wenn Kulturen aufeinandertreffen: Die einzigartigen Kämpfe multikultureller Familien

Mit mehr als einer Kultur aufzuwachsen ist ein Geschenk – doch für viele Kinder aus multikulturellen Familien kann Identitätsfindung auch eine Entdeckungsreise sein. Kinder aus Drittkulturen und gemischter Herkunft fühlen sich manchmal fehl am Platz oder unsicher, wo sie hingehören. Doch wenn Familien ihre Herkunft aktiv leben, können Kinder Selbstvertrauen, emotionale Widerstandsfähigkeit und eine starke Grundlage für zukünftigen Erfolg aufbauen.

Sprache und Kultur sind wesentliche Bestandteile der Identität. Familien, die kulturelle Traditionen und Sprachen in den Alltag integrieren, geben ihren Kindern das Gefühl, geerdet und verbunden zu sein – sowohl zu Hause als auch in der Welt.

Wie multikulturelle Eltern die Identität fördern

Eltern können ihren Kindern dabei helfen, ein starkes und freudiges Selbstbewusstsein zu entwickeln. Hier sind einige wichtige Möglichkeiten, wie multikulturelle Familien die Identitätsentwicklung unterstützen:

Sie halten die Kultur am Leben

Familien schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit, indem sie ihre Wurzeln feiern und Traditionen, Geschichten und Feste in den Alltag integrieren. In einer globalisierten Welt gibt diese Verbindung zur Heimat – wo auch immer diese sein mag – Kindern einen emotionalen Anker. Ein traditionelles Essen zu kochen, kulturelle Musik zu hören oder Volksmärchen zu teilen, kann einen großen Unterschied machen.

Sie bleiben mit Familie und Gemeinschaft verbunden

Die Aufrechterhaltung enger Bindungen zur erweiterten Familie hilft Kindern, stolz auf ihre Herkunft zu sein. Großeltern anzurufen, Verwandte im Ausland zu besuchen oder Kontakte zu anderen multikulturellen Familien zu knüpfen, gibt Kindern das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.

Sie lernen die Muttersprache

Sprache spielt eine zentrale Rolle dabei, wie Kinder sich ausdrücken, andere verstehen und Beziehungen aufbauen. Familien, die zu Hause ihre Muttersprache sprechen – und den Spracherwerb durch Geschichten, Spiele oder Online-Plattformen unterstützen – helfen ihren Kindern, sich sozial und kognitiv zu entfalten.

Eine der einfachsten Möglichkeiten, Zweisprachigkeit zu Hause zu fördern, ist spielerisches Lernen. Dinolingo bietet über 50 Sprachkurse für Kinder im Alter von 2 bis 14 Jahren. Mit interaktiven Spielen, Videos, Liedern und einem Eltern-Dashboard war es noch nie so einfach, Sprache zu einem Teil des Alltags zu machen.

Sie begrüßen das multikulturelle Leben

Multikulturelle Familien entwickeln oft einzigartige Routinen und Traditionen, die mehrere Kulturen miteinander verbinden. Manche Kinder feiern Diwali und Weihnachten, sprechen Spanisch und Englisch oder essen gemeinsam Sushi und Shepherd's Pie. Dieser Reichtum prägt aufgeschlossene, neugierige und kulturell selbstbewusste Menschen.

Familien finden auch Unterstützung und Inspiration in Online-Communitys wie Mehrsprachiges Leben Magazin, Mehrsprachige Erziehungund Zweisprachige Affen, die Blogbeiträge, Newsletter und Ratschläge zur zweisprachigen und bikulturellen Erziehung von Kindern anbieten.

Eine persönliche Betrachtung: Was unsere Eltern richtig gemacht haben

Philip Shigeo Brown, ein britisch-japanischer Schriftsteller, erzählt, wie seine Eltern seine Identität in einer multikulturellen Familie unterstützten. Drei wichtige Dinge fielen ihm dabei auf:

1. Unsere Kulturen feiern
Er wuchs sowohl mit englischer Folklore – wie König Artus – als auch mit japanischen Geschichten und Anime auf. Diese doppelte Wertschätzung machte ihn stolz auf beide Seiten seiner Identität und weckte in ihm den natürlichen Wunsch, Sprache und Kultur zu erforschen.

2. Besuche in Japan
Obwohl die Reisen nach Japan selten waren, waren sie lang, bedeutsam und voller familiärer Bindungen. Diese Besuche stärkten die Beziehungen und machten zukünftige Reisen weniger beängstigend.

3. Verschiedene Freundeskreise
Als er aufwuchs, traf sich seine Familie regelmäßig mit anderen japanischen oder gemischten Familien in ihrer Gegend. Diese Freundschaften boten ein gemeinsames Verständnis, einen kulturellen Austausch und das Gefühl, „gesehen zu werden“.

Ob es darum ging, ob man drinnen die Schuhe anbehalten oder ausziehen sollte oder welche Sprache man zu Hause sprechen sollte, diese alltäglichen Gespräche trugen dazu bei, Empathie und Selbstbewusstsein aufzubauen.

Sprache, Spiel und Zugehörigkeit

Kinder lernen oft am besten durch Spielen – und durch Spielen schließen sie auch Freundschaften und finden sich in der Welt zurecht. Deshalb sollte sich der Spracherwerb nicht auf formellen Unterricht beschränken. Durch Geschichten, Lieder, Spiele und zwanglose Gespräche entwickeln Kinder ihre Muttersprache fließend und selbstbewusst, selbst wenn es sich in ihrem Umfeld um eine Minderheitensprache handelt.

Und wenn Kinder auf andere treffen, die ihren Hintergrund teilen oder die gleiche Sprache sprechen, verspüren sie ein starkes Gefühl der Verbundenheit.

Finden Sie Ihre Community

Wenn Sie ein mehrsprachiges oder multikulturelles Kind großziehen, sind Sie nicht allein. Suchen Sie nach Begriffen wie „gemischte Herkunft“, „multikulturelle Erziehung“ oder „zweisprachige Familien“ und entdecken Sie Blogs, lokale Gruppen und Online-Communitys. Und falls es in Ihrer Nähe keine Gruppe gibt – warum gründen Sie nicht selbst eine?

Ein Kind mit mehreren Identitäten großzuziehen ist eine wunderbare Herausforderung. Indem Sie mit den Wurzeln Ihrer Familie verbunden bleiben und alltägliche Momente der Sprache und Kultur erleben, helfen Sie Ihrem Kind, zu einem Menschen heranzuwachsen, der überall dazugehört.

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