Lateinamerikanische Mode – damals und heute

In der Antike kleideten sich Kinder in lateinischsprachigen Gebieten sehr ähnlich wie Erwachsene. Ihre Kleidung war lediglich eine kleinere Version der Erwachsenenkleidung. Diese Kleidung änderte sich je nach Region und Zeit, hatte aber immer eine Bedeutung und einen Zweck – manchmal sogar magischen Schutz!

Kleidung für Jungen und Mädchen

Jungen trugen Tuniken aus Wolle oder Leinen. An ihrem 16. oder 17. Geburtstag trugen sie eine besondere weiße Tunika, um ihre Volljährigkeit zu feiern. Damit galten sie als Bürger, und die Feierlichkeiten endeten mit einem Abendessen, das ihr Vater ausrichtete.

Mädchen trugen lange Tuniken oder Togen, die bis zum Boden reichten. Wenn Mädchen ins Freie gingen, kleideten sie sich oft formell, insbesondere für Zeremonien oder besondere Anlässe. Verheiratete Frauen trugen über ihrer Tunika ein zusätzliches Kleidungsstück, die sogenannte Stola, die mit einem Gürtel und einer großen, dekorativen Brosche zusammengehalten wurde.

Die Bedeutung der Bulla

Sowohl Jungen als auch Mädchen trugen eine besondere Halskette namens bullaIn der Bulla befand sich ein kleiner Glücksbringer, der Kinder vor bösen Geistern und Eifersucht schützen sollte. Mädchen trugen ihre Bulla bis zu ihrer Hochzeit. Jungen trugen sie bis zu ihrer Einbürgerungszeremonie – aber wenn sie später berühmt oder geehrt wurden, konnten sie sie bei einer besonderen Parade erneut tragen.

Römische Mode und Frisuren

Das Toga war die formellste Kleidung für Jungen und Männer. Sie wurde zunächst allein getragen, später über eine Tunika drapiert. Mit der Zeit wurde die Toga dekorativer und farbenfroher. Könige, Soldaten und sogar Wagenlenker trugen unterschiedliche Farben und Muster.

Je nach Wetterlage kamen Umhänge und Mäntel hinzu. Schuhe und Sandalen wurden aus Leder oder Holz gefertigt und von allen getragen. Schmuck war ebenfalls üblich, insbesondere bei Frauen und wohlhabenden Familien.

Frauen färbten ihr Haar in Farben wie Gold, Schwarz oder Rot. Manche trugen sogar Perücken! Das Haar wurde mit heißen Geräten gelockt und mit glänzenden Ölen geschmeidig gemacht. Make-up wurde aus Kreide, Wein und Asche hergestellt. Fächer aus Pfauenfedern und Sonnenschirme sorgten an heißen Tagen für Abkühlung.

Was ist mit heute?

Heutzutage ähnelt die Mode in Italien und anderen Ländern, in denen früher Latein gesprochen wurde, stark der Mode im Rest Europas oder Nordamerikas. Kinder tragen Jeans, T-Shirts, Turnschuhe und kuschelige Mäntel – Togen sind nicht erforderlich!

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Fazit

Die lateinamerikanische Mode verrät viel über den Glauben und die Lebensweise der Menschen. Von der Bulla bis zur Stola hatte jedes Kleidungsstück einen Zweck. Das Lernen über antike Kleidung ist eine spielerische Möglichkeit, sich das Leben vor vielen Jahren vorzustellen!

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